MaxFun Sports Laufsport Magazin

Das erste Mal hab ich mir ehrlich gesagt anders vorgestellt.

30.06.2009, 12:00:00
Foto:
rene/PIXELIO

Seit gestern verstehe ich alle Yoga-Begeisterten, und das kann durchaus auch am Studio, den Leuten und dem Lehrer liegen.

Bei schöner, entspannender Musik im Gleichklang mit den anderen rhythmische Bewegungen durchführen, die schlicht und einfach nur gut tun und schlussendlich zur Erlösung, will sagen, Erleuchtung führen. Loslassen können, von allem, nur noch fließen und zergehen in dem großen Ganzen, spüren, wie das Universum nur noch auf einen winzigen Punkt konzentriert ist oder umgekehrt, der gewaltige Mega-Orgasmus, die finale Befriedigung.  

Gut, das war vielleicht ein wenig viel verlangt für das allererste Mal, aber träumen wird man ja noch dürfen; aus Schilderungen von Menschen, die „es“ schon lange hinter sich haben, konnte ich so was oder so was Ähnliches wenigstens entnehmen. Viele schwören darauf, schon lange, und ich hab sie nie verstanden. Viele machen „es“, um sich wohler, ausgeglichener zu fühlen in ihrem ganzen Sein, einige machen „es“, um Schmerzen und Verspannungen zu lindern, andere wieder, um schlicht beweglicher zu werden in der Hüft-, Rücken- und Bauchpartie.  

Und so nahm ich gestern mit Nada Pauer, die aufgrund ihrer latenten Schmerzen seit einigen Monaten auf Yoga schwört (und seitdem die Pein auch immer besser in den Griff bekommt), barfuß, ohne Uhr oder sonstigen Klimbim, auf einer Matte neben 15 Gleichgesinnten Platz, wartend, was Christian Navarro Garcia, der Lehrer, sagen würde. Der Yogi sprach nicht viel in den 90 Minuten, wenn, dann aber bestimmt und mit derart angenehmer Stimme und angenehmem Tonfall, dass mir die Schmerzen in den Muskeln so arg nicht vorkamen. Und glauben Sie mir, diese eineinhalb Stunden waren beinhartes Kundalini-Yoga. Anfangs freilich noch der leichteste Teil, man nimmt eine (nur für ganz kurze Zeit) entspannende Haltung ein und lässt sich irgendwann vom Gesang der anderen mitreißen, tut gleich etwas für seine Stimmbänder. Außerdem fühlt man sich vom Zeitpunkt des lauten (!) Mitsingens nicht mehr als Individuum, sondern als Teil der Gruppe. Danach folgen Atemübungen kombiniert mit rhythmischen Bewegungen, die nur anfangs leicht und einfach aussehen. Spätestens nach zwei Minuten kann man seine Arme, Beine oder sonst was kaum noch so halten, doch weil keiner aufhört, versucht man irgendwie weiterzumachen. Der große Vorteil allerdings ist, dass meist alle die Augen geschlossen haben während der Übungen, und so kann man durchaus das eine oder andere Mal schummeln – was übrigens nicht einmal beim allerbesten Willen anders möglich gewesen wäre…  

Abgesehen davon, dass man aufgrund der Atmosphäre, der Gruppendynamik, der beruhigenden Stimme des Lehrers, der Musik und vieler anderer kleiner Komponenten, die man nicht beschreiben kann, tatsächlich immer mehr zu sich selbst und damit zum großen Ganzen findet, kräftigt man beim Kundalini-Yoga alles;

  • Beine
  • Gesäß
  • Rücken
  • Bauch
  • Schultern
  • Trizepse usw.

Abgerundet wird die Einheit mit einem weiteren gemeinschaftlichen Gesang, wo man gleich beim ersten Mal lauthals einstimmt, fast zu weinen beginnt, diesmal aber nicht aufgrund der Schmerzen in den zur Seite weggestreckten Armen (Schultern!!!), sondern weil man sich erlöst fühlt. Und am Ende deckt man sich zu und kann fünf, sechs Minuten lang bei völliger Dunkelheit ruhen. Ich bin übrigens eingeschlafen!

Seit gestern verstehe ich alle Yoga-Begeisterten, und das kann durchaus auch am Studio, den Leuten und dem Lehrer liegen. Ich habe mir absichtlich eine Einheit ausgesucht, die von Nada Pauer besucht wird, denn eine Spitzensportlerin lässt sich nicht auf halbe Sachen ein!

Die Yoga-Stunde wurde bei Christian Navarro Garcia, www.artinam.com/; „people“; „Nirmal“ besucht.

 

Christian Kleber (MAS)

Link: woman.MaxFun.at

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