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MaxFun Sports Laufsport Magazin

Ein hartes Los für Mütter die mit einem Ausdauersportler verheiratet sind

03.05.2010, 12:00:00
Foto:
© MaxFun.cc

Muttertag: Dieser liebliche Sonntag im Mai wird von allen Müttern weltweit herbeigesehnt.

Dieser liebliche Sonntag im Mai wird von allen Müttern weltweit herbeigesehnt wie ein Bissen Brot; an allen anderen Tagen müssen sie schuften, bekommen für ihre Arbeit kein Lob, keine Anerkennung, kein Bitte, kein Danke, es ist verdammt hart, eine Mutter zu sein. Noch härter ist allerdings das Los der mit Ausdauersportlern verheirateten Frauen, denn muttertags kommt es wieder und wieder zu Konflikten, die schlimmer nicht sein könnten. Heute die wahre Geschichte eines Bekannten von mir, geschehen im Jahr 2009.

Hans (Name von der Red. geändert) hatte schon zwei Wochen vor dem eigentlichen Festtage, an dem es an nichts fehlen sollte, durchgeplant, was es durchzuplanen gab. Vielleicht nicht ausschließlich aus Liebe zu seiner Frau, eher deshalb, dass er sein Training oder eigentlich seinen geplanten 10-km-Straßenlauf im Burgenland durchziehen konnte - UND sein Training. Der Blumenstrauß mit 15 roten Rosen war bestellt, der Bote würde ihn am Sonntagmorgen, pünktlich um 7 Uhr bringen. Deswegen so zeitig, weil um 7 Uhr 15 schon der Bäcker mit einem Überraschungskorb erwartet würde, und dazwischen wollte Hans seiner Geliebten nahe sein. So zumindest war sein Plan. Um 7 Uhr 18, wenn die Überraschung seiner Gattin über das kleine Geschenk, ein eingerahmtes Foto der gemeinsamen Kinder mit Hund Lumpi, das er ihr in den knappen 3 Minuten davor überreicht hätte, verflogen wäre, würden sie sich mit den Kindern zu Tisch begeben, frühstücken, auf die Frage von allen Seiten, warum man ausgerechnet am Muttertag so zeitig aufstehen musste, würde Hans antworten, dass die ganz große Überraschung sonst nicht gelänge, würde ein wenig zur Eile gemahnen; und schließlich säße man im Auto Richtung Burgenland.

In Wahrheit war es natürlich so, dass Hans mindestens drei Stunden vor dem Start frühstücken wollte und dass die Überraschung nicht im Burgenland, sondern in Niederösterreich wartete. Weil er ja schlecht mit seiner Frau zum Wettlauf fahren konnte, immerhin hatte er ihr ja versprochen, diesen Tag ausschließlich ihr und der Familie zu widmen. Hans würde Frau und Kinder im Nachbarort des Wettkampfortes - dieser lag noch in Niederösterreich und zufälligerweise wohnte dort sein bester Freund, der in die ganze Lügengeschichte eingeweiht war - bringen und sagen, dass er die große Überraschung noch abholen würde – mitsamt Hund Lumpi. Dann würde er natürlich den Wettkampf laufen, danach ordentlich auslaufen, Hund Lumpi solange im Auto lassen, das würde der schon verkraften, zurückfahren, mitsamt der großen Überraschung, einem kleinen Kätzchen von einem benachbarten Bauernhof; und als Ausrede, warum er jetzt gar so lange gebraucht hatte, würde er einfach sagen, Lumpi hätte sich wieder mal im Mist gewälzt und er hätte ihn am Bauernhof noch waschen müssen. Und dass Frau und Kinder derweil bei Toni und seiner Frau geblieben wären, wäre auch nichts Außergewöhnliches gewesen. Die Freude über das kleine Kätzchen hätte alles überstrahlt.

Soweit Hanses Plan. Der ging übrigens gar nicht so schlecht auf - bis km 5, als Hans zum zweiten Mal beim Auto mit Lumpi vorbeilief. Der war inzwischen gar nicht mehr so ruhig, was Hans aber nicht bemerkte, da er zu diesem Zeitpunkt schon knappe 200 Puls hatte, irgendwie musste es Lumpi durch den Spalt im Autofenster durchgeschafft haben, auf jeden Fall lief der junge Dalmatiner plötzlich auf der Wettkampfstrecke, brachte unabsichtlich die drei Führenden zu Fall, fraß sich dann noch durch die im Ziel hergerichteten Frankfurter, pinkelte zu allem Überdruss auf die Zeitnehmmatte, die dann nicht mehr funktionierte, den Rest dieser jämmerlichen Geschichte kann man sich denken. Nicht ganz vielleicht, denn als Hans Lumpi endlich eingefangen, sich tausend Mal bei Veranstaltern und Mitstreitern entschuldigt hatte, für den entstandenen Schaden aufgekommen war, sich geduscht und wieder so hergerichtet hatte, dass er seiner Frau unter die Augen treten konnte, vergaß er natürlich das kleine Kätzchen und stand ziemlich dumm aussehend vor seiner Gemahlin, als diese ihn fragend nach der ganz großen Überraschung ansah. Heuer möchte Hans es irgendwie schaffen, am Muttertag 200 km mit dem Rad zu fahren - in der Nacht davor…schließlich liebt er seine Frau ja.

Christian Kleber (MAS)

Link: www.WomanMaxFun.com

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