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MaxFun Sports Laufsport Magazin

Medaillenregen - nicht der Erfolg, sondern der Weg ist das Ziel

10.08.2012, 12:00:00
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© vectorilla.com

Dabei sein ist alles: lautet einer der wichtigsten Sprüche bei Olympischen Spielen.

Denn nicht der Erfolg, sondern der Weg ist das Ziel. Oder sollte es zumindest sein. In der heutigen Zeit sehen das die meisten anders. Wer zu den Olympischen Spielen fährt, soll gefälligst um Medaillen mitkämpfen. Ist die wohl gängigste Meinung der passiven Beobachter vor den Bildschirmen. Warum Österreich bei den Spielen in London derartig „unerfolgreich“ abschneidet, kann mit einer lapidaren Antwort nicht abgetan werden. Klar würde es genügen zu sagen, dass die heimischen Athleten nicht schnell genug, nicht stark genug oder einfach nicht gut genug sind/waren. Jetzt hat es auch noch den Ex-Ösi Matthias Steiner bös erwischt, vielleicht fällt jetzt mal dem einen oder anderen auf, wie verdammt nahe jeder einzelne Sportler sich an der Grenze, am Limit befindet.

Denn schon alleine die Qualifikation für Olympische Spiele gelingt kaum einem Individuum, auch wenn in London mehrere Tausend am Start sind. Bei einer Weltbevölkerungszahl von 7 Milliarden, Tendenz steigend, sind mehrere Tausend eben nur ein winziger Bruchteil aller Qualifikationsberechtigten. Oder vielmehr aller Aspiranten generell, denn für Qualifikationswettbewerbe muss man sich selbstverständlich auch qualifizieren, nicht jeder Sommer-Dreikämpfer etwa darf sich einfach zu einem Weltcup-Triathlon hinstellen und partizipieren. Wär auch ziemlich peinlich. Man muss also mal deutlich sagen, dass der Weg zu den Olympischen Spielen ein verdammt harter, verdammt schwerer ist, der bei Gott nur einer Handvoll Athleten zugängig ist. Wenn diese dann z. B. bei Staatsmeisterschaften oder gar – um etwa beim Laufen zu bleiben – bei Volksläufen am Start stehen, wähnt sich der „ordinäre“ Teilnehmer gern im falschen Film, wird er doch mehrmals überrundet oder so unfassbar stehengelassen, dass er gerne daran denken würde, dass er es gerade gegen irgendeine Naturgewalt aufnimmt.

Nichtsdestotrotz hat Österreich bei den Spielen in London eher mager abgeschnitten, beziehungsweise, um es etwas korrekter zu formulieren, die österreichischen Olympiateilnehmerinnen und –teilnehmer. Denn Österreich an sich ist genauso wenig am Start wie „wir“ (überraschend viele Menschen sagen „Wir haben nichts gewonnen.“, obwohl sie z. B. mit Geräteturnen genau nichts am Hut haben…). Woran mag das liegen? Nun, erstens ist Österreich ein kleines Land, das eher passable bis phänomenale Wintersportler beherbergt. Und in London finden nun mal die Sommer-Spiele statt. Zweitens dürfte den Verantwortlichen lange Zeit entgangen sein, dass es durchaus sehr wichtig ist - so man in irgendeiner Sportart reüssieren möchte - bereits die lieben Kleinen zu fördern. Anstatt z. B. Turnstunden in Volksschulen zu streichen, weil die VS-LehrerInnen zu unsportlich sind, um seriöses Körper- und Bewegungsbewusstsein zu vermitteln - das war nämlich der wahre Grund für deren Streichungen. Förderung müsste natürlich auch mit fortschrittlichen Ausbildungs- und gleichzeitig Trainingskonzepten passieren. Außer im Skisport - man denke an die zahlreichen Skigymnasien oder an die Ausbildungseinrichtungen der Nordischen - passiert das nirgendwo seriös. Sonst hätte Österreich kein solches Dilemma, die anderen Nationen sind uns um Lichtjahre voraus.

Man nehme nur einmal die Leichtathletik her. Schlimmer als dort kann es wohl nicht mehr werden, auch finanziell nicht. Wenn ein österreichischer Spitzenläufer erzählt, er habe im vergangenen Jahr sage und schreibe Euro 47,50 an Preisgeldern verdient, wirkt es ein wenig lächerlich, wenn jede zweite sog. „Triathletin“ (mit einer Endzeit bei Olympischen Distanzen von ca. 3 h…) über ein, zwei Sponsoren verfügt, die ihr immerhin die gesamte Wettkampf-Panier bezahlen. Solange sich nichts Generelles ändert - und dazu bräuchte man Mut (aber wer hat den schon?) - wird der Weg das Ziel bleiben. Auch schön.

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