MaxFun Sports Laufsport Magazin

Ein flotter Dreier

25.02.2014, 12:00:00
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Dafür will ordentlichst trainiert werden, das leuchtet wohl jedem ein.

Den flotten Dreier wagen heute mehr Leute denn je, man ist fast schon geneigt zu sagen, wer noch keinen hatte, ist aber sowas von out, outer geht´s gar nicht mehr. Die Rede ist natürlich vom Triathlon, jener Sportart, die ihre eisernen Höhepunkte einer launigen Bierwette zwischen einem Navy-Offizier und anderen Teilnehmern einer Laufveranstaltung auf Oahu verdankt. Zwar gab es vor diesem mit 1977 datierten Zeitpunkt bereits Triathlon-ähnliche Veranstaltungen, die Idee des Ironman wurde aber damals geboren.

Und seither ranken sich zahlreiche Mythen um diesen wahrlich harten Wettkampf, der von vielen als der härteste angesehen wird. (Allerdings fehlt den meisten der Vergleich, denn die wenigsten können sich zu so erfolgreichen ehemaligen Radprofis wie etwa Kai Hundertmarck, der etwa den Ironman Austria 2007 als Vierter beenden konnte, zählen; oder zu Extremkletterern, die die schwierigsten Routen im Alleingang und vielleicht auch noch ohne Sicherung gemacht haben und dann auf Ironman umgesattelt haben.) Härtester Wk hin oder her, 3,8 km Schwimmen, 180 der Gleichen auf dem Rad und abschließend ein Marathon, DAS IST SAUHART!

Und dafür will ordentlichst trainiert werden, das leuchtet wohl jedem ein. Ebenso wird den meisten Dreikämpfern – schon allein wegen der werbemäßigen Aufbereitung – in den letzten Jahren klar geworden sein, dass man mit einer gut vermessenen und individuell optimal eingestellten Zeitfahrposition auf einem passenden Triathlon-Zeitfahr-Bike schneller und besser unterwegs ist. Das drückt sich zum einen in deutlich schnelleren Radsplits, zum anderen in deutlich schnelleren Laufsplits aus. Hatte man gegen Ende des vorigen Jahrtausends noch nicht so wahnsinnig viel Ahnung, was eine optimale (und das ist meist nicht zwangsläufig auch die aerodynamischste) Position auf dem Rad ausmachen kann, so ist man heute um Lichtjahre weiter. Selbst in den hinteren Gefilden eines Ironman macht man hauptsächlich Aero-Maschinen aus, nicht zuletzt deshalb ist der durchschnittliche Ironman heute doch flotter unterwegs als früher. „Die Vermessung der Welt“ ist zwar nicht gerade billig, bringt aber verdammt viel; eine letztendlich sehr rentable Investition.

In diesen Tagen knapp nach Olympia ist natürlich das Thema Doping wieder in aller Munde, was aber mehr oder weniger ambitionierte Dreikämpfer nicht weiter stören sollte. Viele Trias schwören nämlich seit nicht allzu kurzer Zeit auf simuliertes Höhentraining unter Hypoxie-Bedingungen bzw. Schlafen in Hypoxie-Zelten. Wie man dies auch hält, die Sache bringt ähnliche Erfolge wie Doping mit EPO, ist aber im Unterschied zu diesem legal. Einen Nachteil hat das Ganze (zumindest, wenn man die Schlaf-Variante bevorzugt); sehr beziehungsfreundlich ist das nicht gerade…ganz abgesehen davon, wenn man seine neue Eroberung mit nach Hause nimmt und ihr dort eröffnet, wo man zu (zweit???) zu übernachten gedenkt…Neuartige Trainingsmethoden stehen ebenfalls laufend ins Haus; seien es nun immer wieder folgende Sprints oder wenigstens harte Antritte bei Grundlagenausfahrten, die den Körper noch besser dazu zwingen sollen, Mitochondrien herzustellen; sei es die bereits „gute alte“ wattgesteuerte statt pulsorientierte Trainingsmethode; an einem kommt man nicht vorbei; an der Disziplin. Derer bedarf es natürlich im Ironman-Training quasi am meisten. Dieses tägliche Sich-neu-Motivieren, dieses Durchbeißen beim 34. Hunderter im Schwimmbad, dieses Hinhalten beim abschließenden 20er nach einer 6-Stunden-Ausfahrt, all das macht diese Sportart so verdammt schwer; aber gerade darin besteht auch der Reiz. Man ist so furchtbar anders als die anderen, so besonders. Eines sollte man aber nie vergessen; diejenigen zu grüßen, die gerade auf dem Weg nach unten sind, während der eigene gerade nach oben führt. Man trifft sie wieder, irgendwann…

Christian Kleber (MAS)

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