MaxFun Sports Laufsport Magazin

Dem Verletzungsteufel davonradeln

Die Saison ist in vollem Gange, ein Wettkampf jagt den anderen,

dazwischen trainierst du zwar nicht mehr ganz so viele Grundlagenkilometer, aber die tun es auch noch, jetzt sind es vor allem die harten Trainings, die nicht nur an deiner Psyche, sondern langsam auch an deiner Physis zu nagen beginnen. Dass beides – also Wettkämpfe und harte Einheiten – zwingend notwendig ist für eine immer bessere Performance, steht in der großen Sportbibel geschrieben, da führt kein Weg dran vorbei. Wie allerdings schaffst du es, heuer mal verletzungsfrei zu bleiben?

Eine Analyse deiner Trainingsaufzeichnungen aus den vorigen Jahren hätte dir sicherlich dabei geholfen, solltest du am Jahresende der letzten Saison keine gemacht haben, kannst du das zwar jetzt nachholen, in Anbetracht der Tatsache, dass das 16-er-Jahr schon fast zur Hälfte um ist, ist das aber etwas spät. Denk zumindest in diesem November dran UND lern daraus! Dennoch kannst du auch in der laufenden Wettkampfphase aktiv etwas für deine Verletzungsprophylaxe machen. Die Triathlonlegende Mark Allen hat es uns vorgemacht; nach jedem Lauftraining war der sechsmalige Hawaii-Sieger noch kurz ausradeln gegangen, zehn bis fünfzehn Minuten mit einem leichten Gang genügten seines Erachtens, um die vom Laufen beanspruchten Gelenke wieder schön geschmeidig zu machen. Natürlich absolviert man als Triathlet einige bis viele Rad-Lauf-Kombi-Einheiten, wer zusätzlich zum Dreikampf auch im Duathlon erfolgreich sein möchte, wird auch die umgekehrte Variante in sein Training einbauen; dennoch sind es – Hand aufs Herz – auch viele „pure“ Laufkilometer; wer da so konsequent wie „The Grip“ ist, tut seinem Körper sicherlich Gutes. Was braucht man dafür? Konsequenz!

Ähnlich mag es sich mit Dehnungsübungen verhalten; die können ebenfalls der individuellen Verletzungsprophylaxe ein wenig unter die Arme greifen, auch wenn keine einzige Studie jemals bewiesen hat, dass dem so ist, aber jeder, der regelmäßig dehnt, weiß, um wie viel er sich erstens wohler fühlt, und zweitens, um wie viel leistungsfähiger er ist – beim Schwimmen, Rad fahren und selbstverständlich auch beim Laufen! Was braucht man dafür? Konsequenz und Disziplin! Denn nach einem 180-km-Trainingsritt durch die Hügel des Tria-Träumelands ist man zunächst einmal hauptsächlich eines: MÜDE. Und hat durchaus noch anderes zu tun…Trick: Wer weiß, dass er, ist er einmal zu Hause, nicht mehr „nacharbeiten“ kann, weil ihn die Familie oder die Hausarbeit oder sonst was nicht tun lässt, was zu tun wäre, der bleibe einfach im Keller stehen und dehne.

Dann ist da die Sache mit der Rumpfmuskulatur und dem Stabilisieren. Natürlich will man an einem schönen Sommer-Sonntag nur eines: Hinaus in die herrliche Natur und Kilometer machen. Aber das will man den ganzen Sommer und überhaupt noch sehr viele Sommer lang. Daher muss die Devise lauten: Wenigstens zwei-, besser dreimal pro Woche zehn bis fünfzehn Minuten Bauch-/Rücken-Stabi, und das am besten vor dem negativ gelaufenen Dreißiger. Denn nachher schaut´s damit eher schlecht aus…außer du hast – richtig – verdammt viel Disziplin und bist überaus konsequent…Und last, but not least brauchst du in der heißen Trainingsphase vor allem eines: MUT ZUR PAUSE!

Auch, wenn es noch so lässig ist, mit Freunden durch die Landschaft zu pflügen, musst du erkennen, wann es Zeit ist, dein Rad und deine Trainingsklamotten verstaut und Frau Herrgott einen schönen Tag sein zu lassen – vielleicht bei einem Sommerspritzer, Beine hochgelagert, im Gärtchen der schönen Nachbarin. Was brauchst du dazu? Richtig, keine Disziplin, lass dich auch mal gehen, sonst kannst du selbiges bald nicht mehr. Also gehen, meinen wir...

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25.05.2016, 19:00:00
Foto: MaxFun Sports
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