MaxFun Sports Laufsport Magazin

Persönliche Bestzeit - Ideale Bedingungen

Wie erreicht man seine persönliche Bestzeit

Du willst eine PB rennen, eine persönliche Bestleistung, einen Rekord, etwas, worauf du stolz sein kannst, etwas, das dir keiner mehr wegnehmen kann? Da gilt es, mehrere Faktoren zu beachten. Natürlich, wenn du noch nie irgendwo irgendwas gelaufen bist, hast du automatisch deinen Rekord, so du ins Ziel kommst, aber wenn du schon einige Rennen auf dem Buckel und auf ein paar Distanzen PB´s stehen hast, wird´s schwieriger. Und klarerweise schwieriger und schwieriger, je höher dein Leistungsniveau ist. Der 5.000-m-Weltrekord der Herren beispielsweise wird immer noch von Kenny Bekele gehalten, der Wunderläufer aus Äthiopien lief im Jahre 2004, also vor 12 Jahren, 12Min37s. Oder nehmen wir Hicham El Guerrouj aus Marokko, dieser lief bereits 1999 den immer noch gültigen Meilen-Weltrekord (3Min43s). Was ich damit sagen möchte? Dass es für die Verbesserung eines Rekordes umso schwieriger wird, je höher das Niveau bereits ist, ganz einfach und doch so schwierig.

Wie also kannst du es schaffen?

Zum einen musst du natürlich top vorbereitet sein, das heißt, es muss dir gelingen, über mehrere Monate hinweg „ideal“ zu trainieren UND zu regenerieren. Das beste Training hilft genau nichts, wenn du deinem Körper nicht die nötigen Ruhephasen gibst, um die Reize auch verkraften zu können! Heute soll es allerdings nicht um die Vorbereitung an sich gehen, sondern um die Bedingungen, die vorherrschen sollten, damit dein Rekordlauf auch gelingen kann. Bei 30 Grad und Sturm ist es nun einmal verdammt schwer, einen Superlauf auf die Bahn zu knallen, klar, es gibt sie, die Hitzeläufer, denen so etwas nichts ausmacht. Und auch klar, bei 90% der Ironman-Veranstaltungen laufen die Teilnehmer um die Mittagszeit und teilweise sogar bei Gluthitze los – man denke nur an Jan Frodenos Traumläufe in Frankfurt und Hawaii im Vorjahr, selbst 40 Krügel und mehr im Schatten konnten den Supertriathleten nicht davon abhalten, verdammt flotte Marathons zu laufen - interessant wäre es aber zu sehen, wie schnell der Deutsche bei kühleren Temperaturen sein könnte.

Es ist natürlich nicht ganz leicht, auf einen Wettkampf zu warten, bei dem auch die äußeren Bedingungen so sind, wie man sie benötigt – denn es gibt nun mal nicht jeden Tag einen 5er oder einen Marathon vor der Haustür. Es macht allerdings auch wenig Sinn, sich an den Start eines Laufes zu begeben, wenn man ohnehin weiß, dass man bei „solchen“ (bei welchen auch immer…) Bedingungen schlicht und einfach keine PB aufstellen kann. Das mag jetzt zwar vielleicht etwas unsportlich klingen, nicht ganz so auf Rekorde Fixierte könnten einwenden, dass die Bedingungen ja für alle dieselben wären, dem kann man aber entgegenhalten, dass selbiges zwar stimmen mag, für einen Rekordlauf aber irrelevant ist. Denn was nützt es dem „Eben-nicht-Rekordler“, wenn alle – einschließlich ihm selbst – 10s/km langsamer laufen? Nichts! Außer, dass man vielleicht einen guten Trainingslauf absolviert, so man das überhaupt zusammenbringt. Die meisten versuchen ja doch, im Zieltempo loszulaufen und scheitern dann mit Pauken und Trompeten, sind deprimiert und sehen das Ganze als persönliche Niederlage. Nehmen wir den heurigen VCM, da war´s windig vom Feinsten. Wer dort im Vorfeld mit einer PB spekuliert hat, wurde letztlich zu 99% vom Winde verweht und verfehlte sein Ziel. Schlimm sind schlechte äußere Bedingungen vor allem für diejenigen, die das Erreichen eines Limits vor Augen (und durchaus auch „drauf“) haben!

Was also kann man tun? Einfach auf den nächsten Wettkampf warten und hoffen, dass es dort passt, Rekorde und PB´s sind ja deshalb so toll, weil sie eben so schwer zu erreichen sind. Und manchmal muss man sich auch damit abfinden, dass man seine PB bereits erreicht hat und nicht mehr verbessern kann, weil man seinen individuellen Leistungszenit schon überschritten hat.

Link: www.maxfunsports.com

27.07.2016, 17:00:00
Foto: MaxFun Sports/K.Köb
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