MaxFun Sports Laufsport Magazin

Fällige Rekorde

Neues Jahr, neue Möglichkeiten, um Rekorde zu verbessern.

Beispielsweise jenen von Paula Radcliffe aus dem Jahre 2003, damals war sie in London sagenhafte 2h15Min25s gelaufen, die zweitbeste, je gelaufene Zeit stammt übrigens auch von ihr, 2h17Min18s bedeuteten 2002 Weltrekord (Chicago), die drittschnellste Zeit stammt – wie nicht anders zu erwarten – ebenfalls von Radcliffe; 2h17Min42s bescherten der Ausnahmeläuferin den Sieg im London-Marathon 2005. Liliya Shobukhova lief im Jahre 2011 2h18Min20s, sie muss man allerdings aus den ewigen Bestenlisten streichen, Grund: Doping…Mary Keitany, mehrfache New York-Siegerin, liegt daher mit 2h18Min37s (London, 2012) auf Platz 2. Damit ist die Spitzenläuferin aus Kenia aber doch verdammt weit weg vom nun schon 14 Jahre alten Damen-Weltrekord. Interessant wäre es, wenn Genezebe Dibaba oder Almaz Ayana (die in Rio den 10.000-m-Weltrekord mit einem fulminanten 5.000-m-Solo auf 27Min17s drückte) auf die Marathonstrecke umstiegen…

Wobei dieser Umstieg so einfach nicht zu sein scheint. Kenny Bekele etwa hat doch recht lang gebraucht, um an seine unfassbaren Bahnleistungen anzuknüpfen. Er ist sicher ein ganz heißer Tipp auf den Herren-Marathon-Weltrekord, nach seinem Superlauf von Berlin 2016 hat er angekündigt, auch 2017 in der Hauptstadt von Deutschland laufen zu wollen, dann um einen Hauch schneller. Apropos Bekele: wer wird irgendwann einmal an dessen Leistungen über die 5.000 und 10.000m anknüpfen können. Der beste Läufer der Gegenwart über diese Distanzen, Mo Farah, verfügt zwar über eine sehr schnelle letzte Runde, von 12Min37s oder 26Min17s ist er aber meilenweit entfernt…

Interessant eigentlich, die Damen sind genauso weit vom Marathon-Weltrekord entfernt, nicht so die Herren, da gibt´s gleich einige bis (fast) viele, die immer wieder ganz knapp zu Kimettos Marke von 2h02Min57s hinlaufen; dafür sind die Herren kilometerweit entfernt von den Rekorden über 5 und 10km, bei den Damen wiederum pulverisiert man diese teilweise. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, wann die 14Min11s von Tirunesh Dibaba aus dem Jahre 2008 (Oslo) fallen werden. Ayana war im Vorjahr in Rom nur etwa eine Sekunde über dieser Marke geblieben.

Kleiner Schwenk auf die Mittelstrecken; da hat Genzebe Dibaba im Jahre 2015 den doch sehr fragwürdigen Rekord der Chinesin Qu Yunxia aus dem Jahre 1993 (man erinnere sich…oder auch nicht…) verbessert, seitdem steht er bei 3Min50,07s. Umgekehrt gelingt es dem Spitzenläufer Asbel Kiprop nicht und nicht, selbigen der Männer zu knacken. 2015 blieb er beispielsweise lächerliche 69 Hundertstel über der Weltrekordmarke von Hicham El Guerrouj, der diese mit 3Min26,00s (1998) immer noch hält. Wie übrigens auch den Weltrekord über die Meile, an seine 3Min43,13 (1999) kommt niemand auch nur annähernd heran, Kiprops Bestzeit etwa liegt bei 3Min48s…

Und auch im Halbmarathon sollte sich wieder einmal etwas tun, will Mann tatsächlich irgendwann in die Nähe von 1h59Min59s im Marathon laufen, sollten zumindest 57Min30s über die halbe Distanz drinnen sein. Davon ist man mit 58Min23s (Tadese, 2010) doch recht weit entfernt, am ehesten ist hier eine Verbesserung Kenny Bekele zuzutrauen, er hält die Weltrekorde über 5.000 und 10.000m und ist im Marathon sehr knapp am Weltrekord dran. Florence Kiplagats Bestmarke über diese Distanz (1h05Min09s, 2015) verspräche eigentlich auch im Marathon einiges, Paula Radcliffe hatte dort nur 1h06Min und 47s erreicht. Und dann gibt´s noch den Weltrekord von Daniel Komen aus dem Jahre 1996 – damals war er 7Min20,67 gelaufen über die 3.000m – ob die überhaupt jemals einer knacken kann, sei dahingestellt. Die zweitbestes, jemals gelaufene Zeit über diese Distanz stammt von El Guerrouj (7Min23,09), und wie überlegen der Marokkaner selbst war, kann man ja seinen eigenen Rekordmarken entnehmen.

Spannend alles oder?

Link: www.maxfunsports.com

21.01.2017, 20:00:00
Foto: MaxFun Sports/K.Köb
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