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MaxFun Sports Laufsport Magazin

Gratwanderung

Der schmale Grat im Leistungssport

Der Superfavorit Jan Frodeno startet heuer nicht auf Hawaii. Der Grund dafür ist eine Stressfraktur in der Hüfte. Saisonende bereits jetzt, und das nach einem solchen Jahr, erfolgreicher hätte es bislang wohl kaum verlaufen können. Frodo hat 2018 alles gewonnen, was es zu gewinnen gab. Schade, wollten ihn doch wahrscheinlich alle Triathlon-Fans im Mekka des Triathlons fighten sehen, daraus wird nun nichts.

Der frischgebackene 70.3-Weltmeister wird leider damit leben müssen, nach 2017 auch 2018 nicht als Sieger und Ironman-Weltmeister in die wohlverdiente Winterpause zu gehen. Tim Don hatte im Vorjahr nur drei Tage vor den Weltmeisterschaften einen sehr schweren Trainingsunfall, dem Briten blieb im Vorjahr ein Start auf Big Island verwehrt (und das nach seinen 7h40Min23s in Brasilien). 

Der schmale Grat 
Sport, insbesondere (Hoch-)Leistungssport, ist eine Gratwanderung, der Grat wird immer schmäler, je mehr man trainiert, respektive trainieren muss, die Wahrscheinlichkeit einer Überlastung, einer gewöhnlichen Verletzung oder beispielsweise eines Radunfalles steigt mit zunehmendem Umfang. Kleines Beispiel (weil viele, die erst mit dem Radsport begonnen haben, die Reaktionen von alten Hasen nicht verstehen können): wer 100 km pro Jahr mit dem Drahtesel zurücklegt, wird eher wenig bis (vielleicht) gar nicht in die Situation kommen, von einem großen Lkw mitgenommen zu werden, das passiert eventuell ein bis zweimal. Wer hingegen 40000 km zurücklegt in 365 Tagen, kommt 400-800 in eine solche Situation, teilweise kann man von ungeheurem Glück sprechen, lebend davongekommen zu sein. Irgendwann reicht es einem dann und man kann durchaus zornig werden, zumal jeder von uns weiß, dass es Jahr für Jahr einige erwischt.

So ungefähr verhält es sich auch mit dem leidigen Thema Sportverletzungen: du kannst noch so viel ausgleichendes, funktionelles Kräftigungstraining machen, noch so viel dehnen, dich noch so oft beim Physio einfinden: wenn der Körper auch nur ganz wenig überlastet ist, dann meldet er sich, auf welche Art und Weise auch immer. Ein Läufer, der dreimal pro Woche joggen geht, wird eher seltener verletzt sein, so er nicht schwer übergewichtig ist und jedes Mal los sprintet, als gäbe es kein Morgen. Klar kann es auch ihn erwischen, aber wenn, dann ist das meist kein großes Ding, geht man halt stattdessen ein wenig Rad fahren oder zum Aquajogging.

Für Profis ist das eine ganz andere Kiste
Sie leben von ihrem Sport und letztendlich natürlich vom (hoffentlich) damit verbundenen Erfolg, eine Verletzung, die eine monatelange Ruhepause mit sich zieht, wirkt da viel schwerwiegender. Auch wenn beispielsweise der dreifache Hintereinander-Weltmeister im Radsport, Peter Sagan, immer wieder betont, dass er lediglich Rad fährt und dass es wichtigere Dinge gibt auf Erden. Marcel Hirscher bläst oft ins selbe Horn, dennoch: jeder Unfall wirkt sich in diesen Sphären dramatisch aus. 

Das sollten sich auch Hobbysportler, die sich ihrem Hobby etwas ambitionierter widmen möchten, vor Augen führen. Je schneller man wird, je mehr man trainiert, je intensiver die intensiven Einheiten werden, desto größeres Augenmerk muss man auf all die begleitenden Trainingsmaßnahmen legen. Irgendwann kann man sich und seinen Körper durchaus mit einem Formel-I-Auto vergleichen. Alles sensibel, alles höchst reparaturanfällig, wenn man es falsch verwendet, alles höchst wartungsbedürftig (damit sind beim menschlichen Körper die zusätzlichen „Streicheleinheiten“ wie Massage, Physio etc. gemeint). Ist der Grat, auf dem man wandert, zu schmal, fällt man auf irgendeiner Seite hinunter, der Aufprall ist ungemein. Die Zeit danach scheint unendlich lange, besser, man geht ihn (also den Grat) schön angeseilt. 

Link: www.maxfunsports.com

13.09.2018, 08:00:00
Foto: Clemens Kollmann
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