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MaxFun Sports Laufsport Magazin

Je mehr wir wissen

Zu viel Trainingsinformation kann auch verwirrend sein

Fragen über Fragen, die Antworten finden sich auch nicht in den Millionen und Abermillionen Studien, die „belegen“, dass der und der Reiz das und das bewirkt im menschlichen Körper. Oder dieses und jenes Vitamin für diese und jene Funktion im Körper zuständig ist. Wem glaubt man, wer hat Recht, wie kommt man an sein Ziel? Die „Wissensflut“, die keine ist – denn wer sagt, wem man eigentlich noch glauben darf (wer ist denn jetzt die unbeeinflusste und unbeeinflussbare Expertin, der man blind vertrauen kann?), übersteigt sämtliche Grenzen, alles stimmt und nichts, vollkommen unübersichtlich nahezu alles.

Nehmen wir Laufen als Beispiel

Wer nicht läuft, wird im Normalfall keinen Marathon finishen können, zumindest nicht halbwegs passabel. Es liegt also auf der Hand, dass man laufen sollte, um etwa einen Marathon absolvieren zu können, das kann man quasi als „Prinzip“ sehen. Wie man das Training nun gestalten sollte, muss man schlicht und einfach selbst herausfinden. Vielleicht passt für mehr oder weniger alle noch ein weiteres Prinzip: je länger die Wettkampfstrecke, desto länger auch die Trainingseinheiten, selbst wenn von allen Dächern geschrien wird, dass höchste Kurz-Intensitäten viel, viel trainingswirksamer – auch im Ultraausdauerbereich – sein sollen als lange, langweile Grundlagenkilometer. Logisch Denkenden leuchtet allerdings wohl ein, dass man sein Training in etwa so gestalten sollte wie die Belastungen, die im Wettkampf auf uns warten.

So wird etwa der Gewichtheber nicht zwangsläufig hauptsächlich Seiltanzen üben; oder die Dartsspielerin nicht unbedingt auf überwiegendes Tischtennis-Training setzen; und der Marathonläufer wird nicht fünfmal die Woche zum Sprint- und Sprungtraining spazieren. Aber sonst? Sonst muss man selbst draufkommen, was guttut und womit man weiterkommt. Und sich nicht verrückt machen lassen von all dem Publizierten, von den „neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen“ (man sehe sich diese Studien mal genauer an: mit wem wurde da „probiert“, wie lange, unter welchen Umständen etc., und siehe da, oft sieht man schnell, dass da Sauerkraut mit Polkarhythmen verglichen werden – und daraus zieht man dann „gültige Schlüsse“…). Und vor allem nicht von all den BesserwisserInnen, die meistens lediglich eines wollen; unser Geld.

Link: www.maxfunsports.com

09.09.2019, 22:00:00
Foto: pexels.com
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