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Was sollten Staffellauf-TeilnehmerInnen beachten?

Staffelholz gib Acht

Wer sich keinen ganzen Marathon zutraut, rennt einfach nur die Hälfte oder ein Vierterl der Originaldistanz, selbiges kann im Triathlon beobachtet werden, diejenigen, die (eventuell zu Recht) denken, dass ein ganzer Ironman doch ein wenig lang ist, wagen sich zunächst „nur“ über die halbe, die olympische, die sprintmäßig zu absolvierende oder die zehntel Distanz. Fast noch beliebter sind aber sämtliche Staffelformate, weil diese entweder aus dem vollen Training – etwa für den persönlichen Saisonhöhepunkt – „mitgenommen“ werden können; oder weil man nach seinem aktiven Karriereende zwar noch trainiert, aber bei Gott nicht mehr so viel wie anno dazumal, ergo kommt einem jede kürzere Wettkampfdistanz mehr als entgegen, außerdem gibt man so schnell nicht auf, wenn noch ein, zwei oder gar neunundneunzig andere Mitstreiter sehnsüchtig auf das Staffelholz, respektive den Chip, respektive die Startnummer mit integriertem Chip warten. Und last but not least kann man mittlerweile auch bei diversen Mannschaftsrennen ganz schön ordentlich absahnen.

Dennoch, und das sollte allen Staffelteilnehmern klar sein, steht man als Staffelteilnehmer, auch wenn man zum siegreichen Team zählt, nicht unbedingt im Mittelpunkt des Geschehens. Ausnahmen: Dolomitenmann, olympische Langlaufstaffeln und 4x100m mit Usain Bolt als Schlussläufer. Und Ähnliches…

Ist man etwa bei einer Marathonveranstaltung wie der in Wien in einer Staffel angemeldet, sollte man sich zunächst vor Augen halten, dass um die 40.000 Läufer auf der Strecke unterwegs sind. Dazu kommen ca. 16 Mio. Zuschauer, irre viele Offizielle und Fernsehreporter, Hunde, Katzen, Mäuse usw.

Es ist also nicht ganz einfach, seine Staffelpartner zu finden. Das kann durchaus schon auf der Marathonmesse, bei der man die Startunterlagen holt, anfangen. Und sollte spätestens auch dort wieder zu einem glücklichen Ende führen, sprich, man sollte sich treffen, sich – so man sich noch gar nicht kennt – so gut kennenlernen, dass man sich auch wiedererkennt. Der Autor hat da schon die lustigsten Sachen erlebt, die vor allem für die Betroffenen extrem lustig waren.

Dann sollte man sich sehr gut ausmachen, wer wo steht. In der Wechselzone, wirst du jetzt sagen. Ja, richtig, und zwar in den dafür vorgesehenen Startnummernbereichen. Bloß, wo genau? Vor all den anderen, irgendwo in der Mitte, dahinter, mit erhobenen Händen oder gar mit einer Tröte im Mund? Und wann genau sollte der jeweils nächste dort sein? Zumindest eine Viertelstunde vor dem geplanten Eintreffen des Vorläufers, würde der Autor meinen. Aus fünfzehn Minuten werden ohnehin meist zehn oder überhaupt nur fünf, weil doch ein bisschen was los ist auf dem Weg zum Übergabeplatz. Auch davon kann der Autor ein paar Lieder trällern, eine Staffelteilnehmerin, die er einst betreute, hatte sich um eine satte Stunde geirrt, und zwar in die falsche Richtung zeigend im Raum-Zeit-Kontinuum. Die Vorläuferin war nicht besonders „amused“ und beschloss nach einer halben Stunde blöder Warterei selbst weiterzulaufen.

Besonders wichtig scheint aber die Erwähnung, dass Staffelläufer die „Echten“, also die Marathonis, auf keinen Fall auf irgendeine Art und Weise behindern sollten.

Auch, wenn sie selbst viel schneller unterwegs sind, immer bedenken, dass die „anderen“ schon viel, viel länger unterwegs und dementsprechend müder sind. Vor allem die flotteren unter den „Kurzdistanzlern“ sollten nicht unbedingt auf ihrem „kürzesten Weg“ beharren, wenn sie dadurch womöglich einem Marathonläufer in die Hacken steigen. „Die Freiheit des einen endet dort, wo die des anderen beginnt“, so sich alle an diese schöne Maxime halten, kann dem Marathon- oder Ironman- oder Sonstwasfest eigentlich nichts mehr im Wege stehen.

Link: www.anmeldesystem.com

07.03.2015, 19:00:00
Foto: MaxFun Sports
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