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Zeitverschiebung im Triathlon

Mit einem Vergleich der Siegerzeiten muss man vorsichtig sein

Selbiges gilt natürlich auch für alle AltersklassenathletInnen, die sich etwa noch vor der Jahrtausendwende dem Ironman verschrieben hatten. Damals waren zwar alle möglichen „Aeromaschinen“ im Einsatz. Wirklich durchgetestet und bis ins kleinste Detail technisch ausgeklügelt war man aber mit Sicherheit nicht unterwegs – man ist dies übrigens auch heute mit Sicherheit noch nicht. Viele waren allerdings mit stinknormalen Rennrädern mit stinknormalen Felgen unterwegs; anstatt eines Aero-Cockpits montierte man ein paar Wochen vor dem Ironman einen Aufleger, auf dem man dann wenigstens ein paar Trainingskilometer im Zeitfahrmodus runterspulte.

Dass man damals nicht auf 45km/h Durchschnittsgeschwindigkeit kam, leuchtet ein, weil niemand in der Lage war, die dafür nötigen 400 oder mehr Watt über einen so langen Zeitraum zu drücken. Heute kann man bereits mit wesentlich weniger Leistung so schnell durch die Landschaft pflügen. Wer also in den 90er-Jahren des vorigen Jahrhunderts beispielsweise eine 9:30h im Ironman stehen hatte, kann mit Sicherheit davon ausgehen, dass diese Zeit im Jahre 2019 oder 2020 um einiges schneller wäre (Zeitersparnis-Beispiel? 3Min Neo, 25Min Aeromaschine, 5Min Schuhe, 2Min restliches Equipment, damit wären wir schon gut unter der 9-h-Marke…).

Aber „hätti-wari“ zählt im Sport nicht 

So gesehen könnte man so vieles relativieren, in Frage stellen etc. Was man aber auf jeden Fall machen sollte; demütig bleiben und die Leistungen der Menschen, die in der etwas weiter zurückliegenden Vergangenheit erfolgreich waren, nicht belächeln, sondern ehren und schätzen. Sie waren wahrscheinlich nicht schlechter als die heutigen.

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25.11.2019, 10:00:00
Foto: pixabay.com
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